Ein Kulturtag im Palais Mamming Museum in Meran

Regentage sind in diesem Teil der Welt selten und trotzdem: Es gibt sie. Manch einer ist froh, weil er zum Ausruhen gezwungen wird, manch einer droht, beim Anblick der grauen Wolken trübsinnig zu werden. Egal aber, wie die Stimmung auch ist: Einen Regentag für einen kulturellen Abstecher nach Meran zu nutzen, ist nie eine schlechte Wahl. Auch für mich nicht. Unter den Lauben trägt man ein mittelalterliches Dach über dem Kopf, der Regen beeinträchtigt meine Shoppingtour also nicht und ich kann mich in den Schaufenstern verlieren. Doch halt: Wollte ich nicht einen kulturellen Abstecher nach Meran machen?

Ich trete also heraus aus den Lauben, gehe an der imposanten Pfarrkirche von Meran vorbei und finde mich wenige Schritte oberhalb auf dem oberen Pfarrplatz und damit direkt vor dem Palais Mamming Museum in Meran wieder.

Die Sammlung im Palais Mamming Museum in Meran

Schon das kleine Palais Mamming ist einen Abstecher wert. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert und beherbergt seit 2015 das Stadtmuseum. Bis heute hatte ich noch nicht die Gelegenheit zu einem Besuch, deshalb entschließe ich mich, den heutigen Regentag dafür zu nutzen, in die jahrhundertealte Geschichte der Stadt Meran und seiner Umgebung einzutauchen.
Tritt man durch das Tor des Palais Mamming Museum in Meran, begibt man sich auf eine Zeitreise, die weit, weit vor unserer Zeit beginnt. So zeigen die ersten Stationen auf dem Rundgang Funde aus der Urzeit, bevor es durch alle Epochen – auch jene, in der Meran Landeshauptstadt von Tirol war – herauf geht in die Moderne.
An manchen Stationen staunt man nicht schlecht. So beherbergt das Palais Mamming Museum in Meran eine echte ägyptische Mumie, die der Abenteurer Slatin Pascha nach Meran gebracht hat. Und auch der Prototyp einer Schreibmaschine ist hier ausgestellt – nicht von ungefähr. Schließlich ist dieses bis in die Computerära nicht wegzudenkende Utensil von Peter Mitterhofer erfunden worden, der aus Partschins unweit von Meran stammt.

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Die Macht der Kultur

Nach meinem Rundgang durch die Sammlung des Museums trete ich durch die Pforte des Palais wieder auf den oberen Pfarrplatz. Der Regen hat aufgehört, die schwarzen Wolken sind von einem kühlen Nordwind vertrieben worden und irgendwie kommt mir der Sonnenuntergang über der Stadt heute anders vor als andere Male.

Warum? Keine Ahnung, aber vielleicht ist ja gerade das die Macht der Kultur, von der so viele schwärmen…

Showing 2 comments
  • Kurti und Gabi
    Antworten

    Sehr gute Idee wenn es dann mal regnen sollte …

    Wir sind ja schon bald bei Euch
    und freuen uns schon riesig.

    Liebe Grüsse kuga

    • Lisa
      Antworten

      Vielen Dank – wir freuen uns schon sooooooooooo auf Euch!!! :-))))

      Ganz liebe Grüße von uns allen
      Lisa

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