Meraner Weihnachtsmarkt (Ladies Night)

Von Spannungsaufbau versteht das Jahr etwas, denn der Höhepunkt kommt ganz zum Schluss: der Dezember. Schnee auf den Bergen (und manchmal auch in der Stadt) und dazu der Zauber einer ganzen Reihe von Festtagen: von Nikolaus über Weihnachten bis Silvester. Der Dezember ist also ohne Zweifel ein besonderer Monat im Jahr und mein Liebling unter den zwölf, die zur Auswahl stehen. Ich bin nicht die einzige, ich weiß…

 

Ärger im Paradies

Und ich weiß auch: Lichterglanz und der Duft frischgebackener Kekse sollten uns eigentlich dauerhaft fröhlich stimmen, aber der Vorweihnachtsstress kann manchmal ganz schön auf die Stimmung drücken und seinen Tribut fordern. Es gibt dafür sogar einen medizinischen Fachausdruck: das Weihnachtssyndrom. Es steht für innere Unruhe, für Anspannung, für Stress im Dezember.

Und klar: wenn die Nerven blankliegen, dann reicht eine Kleinigkeit, um sich in die Wolle zu kriegen. Das ist heute Vormittag meiner Mutter Brigitte und meiner Schwester Sonja passiert. Eine Nichtigkeit – es ging um ein Keksrezept! – und schon war der Streit da. Und Sie wissen ja: Als unbeteiligte Dritte einen Streit zwischen Familienmitgliedern miterleben zu müssen, ist alles andere als angenehm.

Eine solche Situation auf sich beruhen lassen? Nein, das konnte ich nicht!

Ladies Night auf dem Meraner Weihnachtsmarkt

Weil nun aber Mutter und Schwester sich gemieden haben, wie der Teufel das Weihwasser, musste ich einen Plan fassen. Schritt eins: Ich schicke Sonja eine Nachricht, um mich mit ihr an unserem Lieblingsstand auf dem Meraner Weihnachtsmarkt zu verabreden – zum Aperitif. Schritt zwei: Meine Mutter musste zu einem Spaziergang überredet werden.

Zu Fuß haben wir uns also nach Meran aufgemacht und die wunderschönen Promenaden der Stadt genutzt, um ins Zentrum zu gelangen. Dort stand letztes Weihnachtsshopping auf dem Programm, bevor wir uns noch – ganz zufällig, natürlich – entschieden, auf ein Glas auf dem Weihnachtsmarkt vorbeizuschauen. Sonja war schon dort und es war Gold wert, ihr überraschtes Gesicht zu sehen, als sie nicht nur mich ankommen sah, sondern auch meine Mutter. Einen Moment lang war nicht klar, ob der Streit vom Vormittag wieder losbrechen würde, aber… schon allein die Tatsache, dass sie mir auf den Leim gegangen waren, war Grund genug für beide, in Gelächter auszubrechen.

Seit unserem Abstecher weiß ich nun: Das beste Mittel gegen das Weihnachtssyndrom, das beste Mittel, um kleinen Familienzoff beizulegen, ist der Meraner Weihnachtsmarkt. Oder besser: die eine oder andere heiße Schokolade dort. Oder noch besser: die eine oder andere Tasse Glühwein…

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Showing 4 comments
  • KuGa
    Antworten

    so schöööön ….
    liest sich ja wie eine Weihnachtsgeschichte aus dem Märchen an ….
    Jetzt weiss ich auch wen ich rufen kann, sollten Gabi und ich mal
    hintereinander kommen …
    Natürlich den Engel vom Lisetta …

    Liebe Grüsse KuGa

    • Lisa
      Antworten

      Hahahahaha…
      Da müssen wir aber auch wieder auf den Weihnachtsmarkt gehen, wie im letzten Jahr!! 🙂

      Ganz liebe Grüße Euch zwei Turteltäubchen und eine wunder – wunderschöne Weihnachtszeit!!

      Lisa mit Familie

  • Eva
    Antworten

    das ist wie eine Krimi 🙂 aber Ende gut, alles gut, oder ? Frohe vorweihnachtilche Zeit wünschen wir aus Tschechien… btw.die alle Damen sehen wunderbar aus 🙂 LG Eva

    • Lisa
      Antworten

      Ein kleiner Krimi macht das Leben lebenswert… 😉

      DANKE Ihr Lieben und die allerbesten Weihnachtsgrüße an alle nach Tschechien!

      Lisa mit Familie

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