Die ganze Welt in einem Garten: Ein Spaziergang in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Ich weiß, ich weiß: Vom Frühling zu behaupten, er sei die Zeit, in der die Natur wieder zum Leben erwacht, ist nicht das Originellste. Trotzdem: Es stimmt und bei uns in und um Dorf Tirol merkt man das im April ganz besonders. Dann hat man den Eindruck, der Sommer rücke mit Riesenschritten näher: der Himmel ist blau, Wolken sind keine in Sicht, warme Luft streicht aus dem Talboden herauf, wo die Apfelbäume in voller Blüte stehen.

An Tagen wie diesen ist es schwer, sich an den Schreibtisch zu setzen, wenn eigentlich jede Faser des Körpers nach draußen zieht. Und ich gebe es zu: Ich habe diesem Nach-draußen-Ziehen heute nachgegeben und mir einen freien Vormittag gegönnt.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Vom Hotel Lisetta aus schlage ich den Weg ein, der von Tirol hinunter nach Meran führt. Dieser Weg kreuzt auch den berühmten Tappeinerweg, der heute aber nicht mein Ziel ist. Vielmehr wende ich mich Richtung Obermais, überquere die Passer und wandere auf dem Sissiweg bis zu den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, einer botanischen Gartenanlage, die auch schon zum schönsten Garten Italiens gekürt worden ist.

Gerade im Frühling sind diese Gärten eine Pracht. Überall im zwölf Hektar großen, in einem natürlichen Amphitheater rund um Schloss Trauttmansdorff angelegten Garten blüht es und in wenigen Schritten kann man hier die ganze Welt in Gestalt von 80 Habitaten durchstreifen. Von der Wüste bis in den Regenwald.

Zudem wartet die Anlage nicht nur mit Natur, sondern auch mit Kultur auf. Schloss Trauttmansdorff beherbergt das Touriseum, das Südtiroler Landesmuseum, in dem die Geschichte des Tourismus nacherzählt wird – geistreich und kurzweilig.

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Das einmalige Klima im Meraner Talkessel

Nach meinem Rundgang durch die blühenden Gärten genehmige ich mir ein gutes Glas Wein im Cafè neben dem Schloss. Hier in der Sonne zu sitzen, ist der perfekte Abschluss eines wunderbaren Spaziergangs.

Und es ist der Moment, in dem mir wieder eine Frage eines Gastes einfällt. Damals wurde ich gefragt, wie es kommt, dass mitten in den Alpen Palmen und Agaven wachsen. Umgeben von schneebedeckten Gipfeln.

In diesen Gipfeln liegt auch schon die Antwort. Die Berge um Meran schützen den Talkessel vor kalter Luft aus dem Norden, während warme Luft aus dem Süden durch das Etschtal ungehindert einströmen kann. So kommt hier ein einzigartiger Mix aus alpin und mediterran zustande, aus Bergen und Palmen.

Alledem also, das man in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff auf einen Blick hat.

Showing 2 comments
  • KuGa
    Antworten

    ………
    und Lisa passt in ihrem blumigen Kleid
    so richtig in die frühlingshaft blühenden Gärten von Trauttmansdorff ….

    Liebe Grüsse
    Gabi und Kurti

  • Andrea und Jürgen
    Antworten

    Hallo Lisa, in vier Wochen werden wir diese Tour auch starten. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Dir und Deiner Familie. Liebe Grüße

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