Traubenlese und Apfelernte

Es gibt ein untrügliches – und ich gebe es zu: nicht ganz so angenehmes – Zeichen dafür, dass in Südtirol die Ernte angefangen hat: eine ganze Menge Traktoren auf den Straßen. Sie pendeln zwischen Apfelwiesen und Genossenschaftslagern, zwischen Weinbergen und Kellereien hin und her, um das unter Dach und Fach zu bringen, worum sich die Bauern in den letzten Monaten unermüdlich gekümmert haben: Äpfel und Trauben höchster Qualität.

Die Ernte, die meist im September beginnt, ist eine interessante Zeit im Land: für die Bauern, ohne Zweifel, denn für sie geht es jetzt um alles, aber auch für all jene, die das Treiben in den Wiesen und Weinbergen beobachten dürfen. Und für jene wie mich, die auch selbst Hand anlegen dürfen.

Die Apfelernte in Südtirol

Königsdisziplin der Ernte in Südtirol ist das „Epflklaubm“, die Apfelernte also, denn der Apfel ist das wichtigste landwirtschaftliche Produkt unseres Landes. Erst nach ihm reiht sich die Traube ein, die – natürlich – zum allergrößten Teil in den Fässern der Kellereien landet, und hinter dieser rangiert die Marille (oder Aprikose), die vor allem im Vinschgau angebaut wird.

Ich hatte es schon einmal in einem früheren Post gesagt: jeder zehnte Apfel in Europa ist ein Südtiroler. Man kann sich vorstellen, was das für ein kleines Land wie unseres bedeutet und welche wirtschaftliche Bedeutung der Apfel für Südtirol hat. Deshalb überlässt man auch nichts dem Zufall: der Anbau ist kontrolliert und zertifiziert, die Sorten sind die besten, die man finden kann, Qualität steht auf der Prioritätenliste ganz oben.

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Meringerhof: Erntearbeit ist Familienarbeit

Erntearbeit ist in unserer Familie übrigens nichts, was man nur vom Hörensagen kennen würde. Wir alle krempeln im Herbst die Ärmel hoch, um bei Weinlese und Apfelernte am Meringerhof zu helfen, den mein Bruder Markus und seine Frau Sieglinde gemeinsam bewirtschaften. Es ist harte Arbeit, es ist aber auch eine Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen, sich während der Arbeit im Freien zu unterhalten, miteinander zu scherzen und zu lachen.

Und dann ist da ja auch noch das gemeinsame Ziel, das man vor Augen hat: erstklassige Produkte für die ganze Familie sowie unserer Gäste (und bei weitem nicht nur). Schließlich beschränken sich Markus und Sieglinde nicht nur auf die Erzeugung des Rohprodukts, sondern nutzen ihre Ernte auch, um daraus herrliche Marmeladen, Säfte und andere Köstlichkeiten herzustellen. Glauben Sie mir: für so etwas kommt man gerne ins Schwitzen!

Showing 2 comments
  • Elisabeth und Helmut Simon
    Antworten

    Bei diesen Geschichten und den Bildern freuen wir uns
    jetzt schon bei euch im Oktober wieder ein paar wunderschöne Tage zu erleben.
    Bis bald

    • Lisa
      Antworten

      Oh, das ist aber schön zu hören, liebe Familie Simon.
      Vielen, vielen Dank und bis bald!
      Lisa mit Familie

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